Was verraten Lastindex, Speedindex, OE-Kürzel und die weiteren Zeichen auf deiner Reifenflanke? Hier findest du die wichtigsten Erklärungen kompakt und verständlich.
Der Tragfähigkeitsindex (auch Lastindex oder LI) ist die Zahl in der Servicebeschreibung des Reifens. Sie steht für die maximale Last, die ein einzelner Reifen unter den vorgeschriebenen Prüf- und Betriebsbedingungen tragen kann. Beispiel: 91 entspricht 615 kg pro Reifen. Die tatsächliche Fahrzeug-Achslast bleibt immer durch die Fahrzeugzulassung begrenzt.
Die Tabelle ist eine Orientierung für übliche Pkw-Lastindizes. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere, das CoC, die Vorgaben des Fahrzeugherstellers sowie die zulässigen Reifen- und Felgendaten. Höherer LI bedeutet nicht, dass das Fahrzeug mehr laden darf.
Traglast je Reifen
LI
kg / Reifen
70
335
71
345
72
355
73
365
74
375
75
387
76
400
77
412
78
425
79
437
80
450
81
462
82
475
83
487
84
500
85
515
86
530
87
545
88
560
89
580
90
600
91
615
92
630
93
650
94
670
95
690
LI
kg / Reifen
96
710
97
730
98
750
99
775
100
800
101
825
102
850
103
875
104
900
105
925
106
950
107
975
108
1000
109
1030
110
1060
111
1090
112
1120
113
1150
114
1180
115
1215
116
1250
117
1285
118
1320
119
1360
120
1400
2. Was sagt der Reifen-Speedindex aus?
Der Geschwindigkeitsindex ist der Buchstabe direkt hinter dem Lastindex. Er kennzeichnet die Höchstgeschwindigkeit, für die der Reifen bei korrekter Belastung und den vorgeschriebenen Bedingungen ausgelegt ist. Er ist keine Empfehlung, diese Geschwindigkeit auf der Straße zu fahren.
Index
km/h
Index
km/h
L
120
T
190
M
130
U
200
N
140
H
210
P
150
V
240
Q
160
W
270
R
170
Y
300
S
180
(Y)
über 300
Die genaue Reifenfreigabe und zulässige Kombination hängt vom Fahrzeug ab. Ein niedrigerer Index kommt nur in bestimmten, geregelten Ausnahmefällen – etwa bei wintertauglichen Reifen mit entsprechender Geschwindigkeitskennzeichnung – in Betracht. Lass die konkrete Kombination vor der Montage prüfen.
3. Warum ist die Hersteller- oder OE-Kennung wichtig?
OE bedeutet „Original Equipment“: Der Reifen wurde für die Erstausrüstung eines bestimmten Fahrzeugherstellers oder oft sogar eines bestimmten Modells abgestimmt und freigegeben. Die Kennung steht zusätzlich zu Größe, Last- und Speedindex auf der Flanke. Je nach Fahrzeug können sich passende Reifenvarianten bei Fahrverhalten, Komfort, Geräusch und Rollwiderstand unterscheiden.
Wenn dein Fahrzeug eine OE-Kennung vorgibt oder damit ausgeliefert wurde, sollte der passende Reifen anhand der Fahrzeugfreigabe ausgewählt werden. Nicht einfach nur nach gleicher Größe entscheiden.
Häufige OE-Kennungen nach Fahrzeugmarke
Die folgende Übersicht gibt die von Michelin veröffentlichte Kennzeichnungstabelle wieder. Die Kürzel und Varianten können je nach Modell, Baureihe und Reifenfreigabe variieren; die Fahrzeugunterlagen und aktuelle Herstellerfreigabe bleiben maßgeblich.
XL steht für „Extra Load“. Der Reifen hat eine verstärkte Konstruktion und kann – bei dem für diese Last vorgesehenen Luftdruck – mehr tragen als eine Standardausführung derselben Reifengröße. Ähnliche Kennzeichnungen sind „Reinforced“ oder „Extra Load“; HL bezeichnet eine eigene High-Load-Kategorie.
XL ist nicht gleich Runflat. Ein XL-Reifen hat nicht automatisch Notlaufeigenschaften. Größe, LI, Druck und Fahrzeugfreigabe müssen weiterhin stimmen.
5. Was bedeutet Runflat bzw. Notlaufreifen?
Ein Runflat-Reifen ist so konstruiert, dass er nach einem Druckverlust noch eine begrenzte Strecke mit reduzierter Geschwindigkeit weiterrollen kann. Häufig stützen verstärkte Seitenwände das Fahrzeug. Die erlaubte Strecke und Geschwindigkeit sind vom Reifen- und Fahrzeughersteller abhängig – die Angaben im Bordbuch beachten und nach einer Panne so bald wie möglich sicher anhalten.
Runflat-Reifen sind keine Reifen, mit denen man unbegrenzt ohne Luftdruck weiterfahren darf. Ein Druckkontrollsystem (RDKS/TPMS) und die passende Fahrzeug- und Felgenfreigabe können erforderlich sein. Nach einer Druckverlustfahrt muss der Reifen fachlich geprüft werden; ein Schaden kann von außen schwer erkennbar sein.
Häufige Runflat-Bezeichnungen
Je nach Marke können zum Beispiel SSR (Continental), ZP (Michelin), ROF/RunOnFlat (Goodyear), RFT (Bridgestone) oder Run Flat (Pirelli) verwendet werden. Diese Kürzel sind herstellerspezifisch und nicht beliebig austauschbare Freigaben.
6. Was ist ein UHP-Reifen?
UHP heißt „Ultra High Performance“. Solche Reifen sind auf leistungsstarke Fahrzeuge und hohe Anforderungen an Grip, Lenkpräzision und Fahrstabilität ausgelegt. Häufig sind sie mit hohen Geschwindigkeitsindizes und niedrigen Querschnitten erhältlich. Eine feste, für alle Marken geltende Größen- oder Zollgrenze gibt es nicht.
Durch steifere Flanken und spezielle Konstruktionen kann die Montage anspruchsvoller sein. Aufziehen und Demontieren erfordern passende Maschinen, Werkzeuge und fachgerechte Abläufe.
7. Was bedeutet „Seal“ auf der Reifenflanke?
„Seal“ bezeichnet bei manchen Herstellern eine selbstabdichtende Reifentechnologie. Eine Dichtschicht im Reifeninneren kann bestimmte Durchstiche im Laufflächenbereich verschließen und den Luftverlust reduzieren. Ein bekanntes Beispiel ist Pirelli SEAL INSIDE™.
Das macht den Reifen weder pannenfrei noch zum Runflat: Seitenwandschäden und größere oder ungünstig liegende Durchstiche werden dadurch nicht sicher behoben. Bei Druckverlust anhalten, Druck kontrollieren lassen und den Reifen prüfen lassen; die Dichttechnik ersetzt keine fachliche Schadensbeurteilung.
8. Was ist PNCS – und welche anderen Geräuschsysteme gibt es?
PNCS heißt „Pirelli Noise Cancelling System“. Ein schallabsorbierender Schaumstoff an der Reifeninnenseite dämpft die Resonanz im Reifenhohlraum und kann dadurch das wahrgenommene Abrollgeräusch im Fahrzeuginnenraum verringern.
Hersteller
Bezeichnung (Beispiele)
Prinzip
Pirelli
PNCS™
Absorberschaum im Reifeninneren
Continental
ContiSilent™
Schaumabsorber an der Reifeninnenseite
Goodyear
SoundComfort
Schaumring zur Dämpfung der Hohlraumresonanz
Verfügbarkeit und Aufbau hängen von Reifenmodell und Dimension ab. Die Verfahren sind markenspezifisch und nicht mit einer allgemeinen „Noise-Cancelling“-Norm gleichzusetzen.
9. Welche Reifenarten gibt es für Pkw, Nkw, Transporter und Anhänger?
Die richtige Reifenart richtet sich nach Fahrzeug, Achslast, Einsatz, Dimension und Freigabe. „Nkw“ bedeutet Nutzkraftwagen und umfasst beispielsweise Lkw und Busse; es ist keine einzelne Reifenkennzeichnung.
Bereich / Kürzel
Einordnung
Pkw
Reifen für Pkw; Dimension, Last- und Speedindex passend zur Fahrzeugfreigabe wählen.
C
Commercial: verstärkte Reifen für viele Transporter und leichte Nutzfahrzeuge (Llkw). Kein Synonym für Runflat.
CP
Camping Pneu: spezielle Kennzeichnung für bestimmte Wohnmobilanwendungen. Druck- und Fahrzeugvorgaben des Herstellers beachten.
Lkw / Nkw / Bus
Nutzfahrzeugreifen mit an Einsatz und Achsposition angepassten Bauarten und Tragfähigkeitsangaben; bei Zwillingsbereifung können Einzel- und Zwillingswerte stehen.
Anhänger
Reifen müssen für Anhängerbetrieb und die jeweilige Achslast/Geschwindigkeit geeignet sein. Bei schweren Nutzfahrzeugreifen kennzeichnet FRT bestimmte freilaufende Anhängerreifen; solche Reifen sind nur für die dafür zugelassenen Achsen zu verwenden.
Die Kürzel allein reichen nicht zur Auswahl. Maßgeblich sind Zulassungsdokumente, CoC, Achslasten und die Reifenherstellerfreigabe.
10. Was bedeuten die farbigen Punkte auf neuen Reifen?
Farbige Punkte, Kreise oder Striche können werkseitige Montage- oder Kontrollmarkierungen sein. Sie unterstützen den Monteur beim sogenannten Match-Mounting – also dabei, Reifen und Felge so zueinander auszurichten, dass möglichst wenig Ausgleichsgewicht nötig ist.
Die Bedeutung von Rot, Gelb oder anderen Farben ist nicht bei jeder Marke und jedem Reifentyp identisch. Deshalb gilt die Montageanweisung des jeweiligen Herstellers. Die Punkte sind normalerweise keine Verschleiß- oder Qualitätswarnung und müssen von Fahrern nicht selbst ausgerichtet werden.
11. Was bedeuten „Inside“ und „Outside“?
Bei einem asymmetrischen Reifen gibt OUTSIDE die Außenseite an, die nach der Montage nach außen zeigen muss. INSIDE gehört zur Fahrzeuginnenseite. Damit liegt die vom Reifenhersteller vorgesehene Profilseite außen und die Montage ist richtig herum.
Bei laufrichtungsgebundenen Reifen ist zusätzlich der Pfeil „Rotation“ zu beachten. Hat der Reifen beide Merkmale, müssen sowohl die Außenseite als auch die Drehrichtung stimmen.
12. Wo finde ich die DOT-Nummer und was sagt das Datum?
Der DOT-/TIN-Code steht auf der Reifenflanke. Die vier letzten Ziffern des Datumsblocks geben Produktionswoche und -jahr an: 3624 bedeutet Herstellung in der 36. Woche 2024. Der vollständige Datumsblock ist häufig nur auf einer Reifenseite eingeprägt; gegebenenfalls ist er an der Innenseite zu sehen.
„DOT“ kennzeichnet eine US-amerikanische Vorschrift und der TIN-Code enthält weitere Hersteller- und Fertigungsangaben. Das Datum allein beurteilt nicht den Zustand: Alter, Lagerung, Beschädigungen, Luftdruck und Profil müssen zusammen betrachtet werden.
Schematische Darstellung: Die letzten vier Ziffern des Datumsblocks geben Woche und Jahr an. Das Beispiel 3624 steht für die 36. Woche 2024.
13. Wer darf UHP- und Runflat-Reifen montieren – und warum ist Schulung wichtig?
UHP- und Runflat-Reifen besitzen häufig steifere oder empfindlichere Konstruktionen. Falsche Hebelpositionen, ungeeignete Maschinen oder ein falscher Montageablauf können Reifenwulst, Felge oder RDKS beschädigen – im schlimmsten Fall mit gefährlichen Folgen beim Befüllen oder im Fahrbetrieb.
Der wdk-zertifizierte Reifenservice ist ein anerkanntes Qualitätszeichen in Deutschland. Dafür braucht der Betrieb die dafür geprüfte Montagemaschine, ein geschultes und zertifiziertes Montagepersonal sowie die Einhaltung der wdk-Montageanleitung. Hersteller können – besonders bei einzelnen Runflat-Systemen – eigene, strengere Vorgaben machen. Eine pauschale Aussage, dass für jeden UHP- oder Runflat-Reifen gesetzlich immer dieselbe Zertifizierung vorgeschrieben ist, wäre jedoch zu weitgehend.
Continental weist für seine SSR-Notlaufreifen ausdrücklich auf speziell geschulte und zertifizierte Fachbetriebe hin. Im Zweifel deshalb Reifenmodell, Fahrzeug und Felge vorab fachlich prüfen lassen.
EV steht für „Electric Vehicle“, also Elektrofahrzeug. Wenn ein Reifen eine EV- oder eine herstellerspezifische E-Kennzeichnung trägt, weist sie auf eine Auslegung für bestimmte Anforderungen elektrischer Fahrzeuge hin – zum Beispiel Last, Drehmoment, Rollwiderstand oder Geräuschkomfort.
Die Kennzeichnung ist nicht bei allen Reifenherstellern ein einheitliches Pflichtsymbol. Beispiele für markenspezifische Technologien sind Continental EV-Compatible/EV Ready und Pirelli ELECT™. Auch ohne EV-Schriftzug kann ein Reifen für ein Elektroauto freigegeben sein. Entscheidend bleiben die konkrete Reifenfreigabe, Größe, Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsspezifikation des Fahrzeugs.
15. Was ist der Unterschied zwischen M+S und dem Alpine-Symbol?
M+S steht für „Mud and Snow“. Das Alpine-Symbol – Berg mit drei Gipfeln und Schneeflocke (3PMSF) – kennzeichnet einen Reifen, der einen standardisierten Winterleistungstest bestanden hat. Wenn du einen Winter- oder Ganzjahresreifen suchst, achte auf das Alpine-Symbol und prüfe die vorgeschriebene Dimension sowie Last- und Speedindex.
16. Wie lese ich eine Reifengröße als Ganzes?
Beispiel: 225/45 R18 95Y XL AO
225: Nennbreite in Millimetern
45: Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent
R: Radialbauart
18: Felgendurchmesser in Zoll
95: Tragfähigkeitsindex, hier 690 kg pro Reifen
Y: Geschwindigkeitsindex bis 300 km/h
XL: Extra Load, verstärkte Ausführung
AO: Audi-OE-Kennung in dieser Beispielkombination
Die Beispielkennzeichnung dient nur der Erklärung und ist keine automatische Freigabe für dein Fahrzeug.
17. Welche Mindestprofiltiefe gilt – und wie alt dürfen Reifen sein?
Hier ist wichtig, zwischen gesetzlicher Grenze und Empfehlung für gute Sicherheitsreserven zu unterscheiden. Die gesetzlichen 1,6 mm sind eine Verschleißgrenze, kein Richtwert, bis zu dem Reifen bei jedem Wetter gleich sicher bleiben.
Profiltiefe nach Reifentyp
Reifen
Gesetzliches Minimum in Deutschland
Empfehlung als Wechselgrenze
Besonderheit
Sommerreifen
Mindestens 1,6 mm im Hauptprofil
Ab etwa 3 mm Restprofil zeitnah wechseln
Bei Nässe nimmt die Wasserverdrängung mit abnehmendem Profil deutlich ab; Aquaplaningrisiko und Bremsweg steigen.
Winterreifen
Mindestens 1,6 mm. Die Winterreifenpflicht gilt bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte; erforderlich ist ein Reifen mit Alpine-Symbol (3PMSF).
Für verlässliche Wintereigenschaften spätestens bei etwa 4 mm wechseln
Bei weniger als 4 mm kann der Reifen zwar noch über der gesetzlichen Grenze liegen, bietet auf Schnee und Schneematsch aber weniger Reserven.
Ganzjahresreifen
Mindestens 1,6 mm. Bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen sie ebenfalls die Winterreifenanforderung erfüllen; achte auf das Alpine-Symbol.
Im Wintereinsatz etwa 4 mm, im Sommer mindestens 3 mm ansetzen
Wer Ganzjahresreifen ganzjährig fährt, sollte vor der Wintersaison besonders sorgfältig prüfen, ob noch genügend Profil für Schnee und Nässe vorhanden ist.
Die 1,6-mm-Grenze gilt für Pkw-Reifen und Anhängerreifen gleichermaßen. Nach § 36 StVZO muss sie am ganzen Umfang im Hauptprofil eingehalten werden; damit sind die breiten Profilrillen im mittleren Bereich von ungefähr drei Vierteln der Laufflächenbreite gemeint. Nicht nur außen messen: Prüfe mehrere Stellen über die Breite und den Umfang, denn einseitiger oder punktueller Verschleiß kann auf falschen Luftdruck, Achsgeometrie oder einen Fahrwerksfehler hinweisen.
Wie messe ich richtig?
Mit einem Profiltiefenmesser in den breiten Hauptprofilrillen messen, nicht auf den kleinen Verschleißstegen selbst.
An mehreren Stellen rund um den Reifen und an Innen-, Mittel- und Außenseite messen.
Die TWI-Markierungen (Tread Wear Indicator) an der Seitenwand zeigen, wo sich Verschleißstege in den Profilrillen befinden. Sind sie bündig mit dem Profil, ist die gesetzliche 1,6-mm-Grenze erreicht.
Bei stark unterschiedlichen Messwerten, sichtbaren Rissen, Beulen oder Schäden den Reifen sofort fachlich beurteilen lassen.
Reifenalter: Gibt es eine gesetzliche Höchstgrenze?
Für normale Pkw-Reifen gibt es in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Altersgrenze. Ein Reifen kann aber trotz ausreichender Profiltiefe wegen Alterung, Rissen, Verformung, Beschädigung oder verhärteter Gummimischung unsicher sein. Reifen altern auch bei wenig Nutzung und korrekter Lagerung. Das Herstellungsdatum liest du am vierstelligen DOT-Datumsblock ab: zum Beispiel steht 3624 für die 36. Kalenderwoche 2024 (siehe DOT-Erklärung).
Reifenart
Orientierung zum Alter
Worauf besonders achten?
Sommerreifen
Regelmäßig prüfen lassen, wenn sie etwa 6 Jahre oder älter sind. Als grobe Obergrenze empfiehlt der ADAC, Pkw-Reifen generell nicht länger als 10 Jahre zu nutzen; Sommerreifen sollten meist nach 8 bis 10 Jahren ersetzt werden.
Risse, Verhärtung, Standplatten und nachlassender Nassgrip. Das gilt auch, wenn noch viel Profil vorhanden ist.
Winterreifen
Wintereigenschaften können ab etwa 6 Jahren nachlassen. Der ADAC rät, Winterreifen, die älter als 8 Jahre sind, nicht weiter zu verwenden.
Gummimischung und Lamellen sind für Kälte und Schnee entscheidend. Profiltiefe allein sagt nicht, ob die Mischung noch ausreichend griffig ist.
Ganzjahresreifen
Da sie auch Wintereigenschaften bieten müssen, ab etwa 6 Jahren besonders kritisch prüfen und nicht über die vom ADAC genannte Orientierung von 8 Jahren für Winterreifen hinaus nutzen. Unabhängig davon gilt als allgemeine Pkw-Orientierung: spätestens nach 10 Jahren ersetzen.
Ganzjähriger Einsatz und häufige Temperaturwechsel belasten den Reifen. Vor jeder Wintersaison Profil und Zustand prüfen.
Das sind Sicherheitsempfehlungen, keine gesetzlichen Altersfristen. Bei Rissen, Beulen, Beschädigungen oder auffälligem Fahrverhalten muss früher ersetzt werden. Eine wichtige Sonderregel betrifft Anhänger mit Tempo-100-Zulassung: Dafür müssen die Reifen während der Fahrt jünger als sechs Jahre sein und mindestens Geschwindigkeitskategorie L (120 km/h) tragen. Im Zweifel Fahrzeugpapiere und konkrete Vorschriften prüfen lassen.
Fachliche Orientierung: Herstellerangaben von Michelin, Continental, Pirelli und Goodyear sowie Informationen des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV). Fahrzeug- und Reifenfreigaben können je nach Modell abweichen. Stand der Inhalte: November 2026.